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Modellhubschrauber – ein faszinierendes Hobby für jedes Alter

Modellhubschrauber

„Das kann doch nicht so schwer sein … darf ich auch mal?“

Mit dieser Frage beginnen viele Modellpilotenkarrieren.

Der Flug von Modellhubschraubern, die im Jahr 2012 ihren Vierzigsten gefeiert haben, übt auf Zuschauer eine besondere Faszination aus: Scheinbar mühelos starten sie aus dem Stand, erheben sich graziös in die Luft und begeistern beim Fliegen nicht nur das Auge mit Schnelligkeit, Wendigkeit und Präzision, sondern erfreuen auch das Ohr mit ihrer Geräuschkulisse. Vom Schwirren und Surren der kleineren Modelle bis zum sonoren, authentischen Helicopter-Sound der großen Kunstflieger: Wer das zum ersten Mal hört und dabei mit den Augen die Kunststücke erfahrener Flieger und ihrer Hubschrauber verfolgt, will sofort selbst nach der Fernsteuerung greifen. 

Die wird der erfahrene Hubschrauberpilot allerdings nicht so einfach aus der Hand geben, schon gar nicht dem blutigen Anfänger: Ferngesteuerte Helikopter zu fliegen ist viel schwieriger als das Steuern von Modellfahrzeugen oder Schiffen. Aber es lohnt sich, diese anspruchsvolle Kunst zu erlernen: Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird fortan nicht mehr vom Hubschrauber lassen wollen.

Klein anfangen: Modellhubschrauber für Einsteiger

Wer noch im Jahr 2012 richtig loslegen und in der Luft Sicherheit als Hubschrauberpilot bekommen möchte, sollte sich für ein preiswertes Modell entscheiden. Optimal für Einsteiger sind kleine RtF-Modellhubschrauber. Die Abkürzung RtF steht für „ready to fly“: Der Hubschrauber wird vollständig montiert und ausgerüstet mit Akku, Sender und Empfänger geliefert. Du packst ihn aus und bist startbereit. 

Wird ein Modell mit dem Zusatz „BnF“ (bind-n-fly) oder „‘ArF“ (almost ready to fly) angeboten, sind weitere Vorbereitungen nötig:

  • BnF-Copter sind mit einem Empfänger ausgestattet, aber die Fernbedienung musst Du extra bestellen.
  • Ein ArF-Modell erfordert etwas Erfahrung im Modellbau, denn hier musst Du die Teile noch zusammenfügen, außerdem sind auch hier weder Steuerung noch Empfänger und Akku im Lieferumfang enthalten.

Viel Flugspaß zum kleinen Preis

Hochwertige Fluggeräte, etwa ein Original von Graupner oder Robbe, kosten viel Geld und setzen eine gewisse Expertise im Modellbau voraus. Gute kleine Indoor Helicopter gibt es schon für Preise ab 30 Euro, etwa Modelle der Saison 2010/2011, und das Üben in der Wohnung macht jede Menge Spaß.

Damit Du nicht schon in der ersten Woche unseren Zubehör-Service in Anspruch nehmen musst, weil Dein Modellhubschrauber unnötig oft der Architektur begegnet, ist es empfehlenswert, Dich vor dem ersten Start mit Theorie (Flugphysik), Technik und der Steuerung vertraut zu machen.

Modellhubschrauber: Training mit dem Simulationsprogramm

Genau wie ein großer Heli muss auch das kleinste Modell im dreidimensionalen Raum sicher bewegt werden. Kein Boden und keine Wasserfläche geben ihm Halt. Schon ein kleiner Steuerungsfehler kann den Hubschrauber so aus der Bahn werfen, dass keine Kompensation mehr möglich ist.

Stürzt der Modellhubschrauber ab, helfen nur rechtzeitiges Auffangen, weicher Untergrund und Glück, ansonsten müssen vor dem nächsten Start erst einmal die entstandenen Schäden behoben werden. Ideal, um Deinen neuen RC-Hubschrauber , die komplizierte Fernbedienung und die Reaktionen des Heli kennen und einschätzen zu lernen, ist ein Simulationsprogramm. Die kannst Du Dir kostenlos aus dem Internet herunterladen und auf PC, Tablet oder Smartphone installieren. Um den virtuellen RC-Hubschrauber direkt mit Deiner Fernbedienung ansteuern und lenken zu können, brauchst Du noch einen zusätzlichen Adapter, doch so kannst Du sicher sein, dass das Verhalten vom realen Modellhubschrauber nachher genau dem der Simulation entspricht.

Wenn Du auf dem Bildschirm einfache Strecken und Manöver fliegst, Start und Landung mit dem RC-Helikopter beherrschst und kleinere Flugfehler auszugleichen gelernt hast, wirst Du mit dem echten Heli mehr Freude und weniger Abstürze erleben.

RC-Hubschrauber: Technik und häufige Begriffe einfach erklärt

Manche Zahlen und Bezeichnungen tauchen in Zusammenhang mit Modellhubschraubern immer wieder auf und gehören unter erfahrenen Piloten zur Allgemeinbildung. Damit du auch als Heli-Anfänger mitreden kannst und bei dem Beschreibungen im Shop weißt, was gemeint ist, haben wir als Service einige der häufigsten Begriffe zum Thema Modellhubschrauber aufgelistet und mit Erklärungen versehen.

Gyro:
Mit diesem Kurzbegriff wird das Kreiselsystem zur Achsenstabilisierung beim Modellhubschrauber bezeichnet. Alle RC-Hubschrauber haben solch ein System, denn ohne es würde der Helikopter nicht einmal sauber starten und sich stattdessen wie wild um die eigenen Achsen drehen. Bei einem Modellhubschrauber mit Paddelstange stabilisiert das Gyro nur Bewegungen um die Hochachse. Helis ohne Paddelstange haben drei Systeme zur Stabilisierung von Kräften um alle drei Raumachsen.

Paddelstange (Flybar):
Bei RC-Hubschraubern oft das Teil, das beim ersten Crash kaputtgeht, und damit einer der am häufigsten nachgekauften Artikel im Modellbau- oder Heli-Shop. Sie sitzt über oder unter dem Rotor, dient der Stabilisierung im Flug und sieht genauso aus, wie sie benannt ist. Ein Modellhubschrauber, der ohne Paddelstange auskommt, wird als „flybarless“ bezeichnet. Modelle ohne Flybar von Graupner oder Robbe werden von erfahrenen Piloten und beim Sport geschätzt: Durch den Wegfall der Paddelebene sind sie energieeffizienter, ruhiger im Flug und windunempfindlicher.

GHz (Gigahertz):
Der Funkverkehr zwischen Fernbedienung und Modellhubschrauber bewegt sich inzwischen in einem hochfrequenten Bereich. Üblich ist die Übertragung mit 2,4 GHz, da diese Übertragungsfrequenz den gleichzeitigen Betrieb von bis zu 200 Funksendern im selben Raum erlaubt. Früher lag der Frequenzbereich statt im GHz im MHz(Megahertz)-Bereich. Das führte dazu, dass die Sender zweier oder mehrerer gleichzeitig betriebener Modellhubschrauber sich gegenseitig so stören konnten, dass die Helikopter sich nicht mehr steuern ließen und abstürzten.

Größenklasse 100, 250, …
Modellhubschrauber gibt es in vielen Größen. Die Zahlen, anhand derer Du die Größenklasse erkennst, bezeichnen den Rotordurchmesser, stimmen jedoch nicht mit dessen Länge in Zentimetern überein. So haben Helicopter der Größenklasse 450 einen Rotordurchmesser von 73 cm, bei einem Hubschrauber der Größe 250 liegt der Durchmesser bei ca. 45 cm. Ein so großes, voll kunstflugtaugliches Modell ist für Anfänger und in der Wohnung nicht zu empfehlen und eignet sich für Profis und den Outdoorbetrieb.

Brushless (bürstenlos)
Damit werden Elektromotoren ohne Kohlebürsten bezeichnet. Die Zündung erfolgt elektronisch und erzeugt dabei keine unerwünschten Zündfunken, die Funkstörungen auslösen und zu Flug- und Steuerungsproblemen führen können. Der höhere Preis bürstenloser Modellhubschrauber rechtfertigt sich durch ihre guten Flugeigenschaften, ebenso durch lange Flugzeiten, höhere Drehzahlen und mehr Drehmoment bei gleicher Energiezufuhr. Für einen solchen Hubschrauber brauchst Du einen anderen Regler, da er einen Anschluss mehr hat als ein Helikopter mit Kohlebürsten.